„Beyond Liking“ oder mehr als nur Akzeptanz

In einem spannenden und praxisorientierten Fachvortrag hat uns Robert Fina, BA MA, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FH Wiener Neustadt Campus Wieselburg und Gründungsmitglied des Research Center of Sensory Science and Consumer Behavior, in die Welt der quantitativen Analysemethoden entführt. Methoden, die über eine normale Akzeptanzmessung hinaus gehen (Beyond Liking) und letztendlich bessere Handlungsempfehlungen liefern sollen.

 

Unter „vergessene Klassiker“ (TURF, Conjoint, Penalty-Analyse) hat uns der Referent alternative Lösungen aufgezeigt, um die beschriebenen Analysen einfacher – weil oftmals schlecht implementiert in klassischen Statistikprogrammen – durchzuführen.

 

Aus dem Consumer Sensory Science Bereich sind moderne Segmentierungsmethoden (wie CATA-Analyse, Napping & GPA) präsentiert worden. Diese Methoden, aufbauend auf kreativen Analysen kombiniert mit bekannten Methoden, liefern klarere Ergebnisse.

Sie gelten als sehr teststark (ein geringes Sample reicht aus) und auch sehr gut geeignet für Online-Umfragen.

 

Im dritten Teil hat Robert Fina auch auf Strukturgleichungsmodelle hingewiesen: die auf den ersten Blick zwar sehr kompliziert wirken (sie benötigen auch einen relativ langen Fragebogen), aber extrem spannend sind. Unser Referent bezeichnet sie als die Zukunft der Marktforschung, auch weil solche Analysen viele Dinge aus Data Mining Prozessen aufgreifen und großes Potenzial zeigen.

 

Take away:

Die interessantesten Analysemethoden sind kombinierte Methoden, oftmals übernommen aus „fremden“ Bereichen, wie z.B. der Lebensmittelsensorik.

Und die Usability der Statistikprogramme macht es aus, ob eine Analyse einfach oder kompliziert wirkt.

 

 

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