Robert Sobotka über den VMÖ 2026-2028
Zunächst möchte ich mich im Namen des gesamten neu gewählten Vorstands für das Vertrauen und die Wahl bedanken. Ich freue mich persönlich sehr, nach einigen Jahren Pause wieder den Vorsitz des VMÖ übernehmen zu dürfen. Viele von Ihnen kennen mich und wissen daher auch, dass mir ein aktiver und praxisnaher Verband ein besonderes Anliegen ist.
Ich sehe den VMÖ als Dienstleister für die Marktforschungsbranche. Eine unserer zentralen Aufgaben ist es, aktuelle Entwicklungen aufzugreifen, internationale Trends und Diskussionen nach Österreich zu bringen und unsere Mitglieder darüber zu informieren, was unsere Branche heute und in Zukunft bewegt. Unsere Veranstaltungen und unser Newsletter sind dabei die wichtigsten Plattformen für Information, Diskussion und Austausch.
Für die kommenden beiden Jahre haben wir uns vorgenommen, regelmäßig sowohl Online-Veranstaltungen als auch Präsenzveranstaltungen anzubieten. Online-Formate ermöglichen es uns, aktuelle Themen rasch und unkompliziert aufzugreifen. Gleichzeitig wollen wir ganz bewusst auch persönliche Treffen organisieren. Denn neben der fachlichen Information ist für mich das Networking innerhalb der österreichischen Marktforschungscommunity eine wesentliche Aufgabe des VMÖ.
Zwei Themen werden uns in dieser Vorstandsperiode besonders intensiv begleiten:
Das erste ist (wenig überraschend) „KI in der Marktforschung“. Die Entwicklung schreitet enorm schnell voran und betrifft mittlerweile nahezu alle Bereiche unserer Arbeit – von der Datenerhebung über Analyse und Auswertung bis hin zu Reporting und Präsentation. Wir wollen daher unsere erfolgreiche Online-Reihe zu KI fortsetzen und uns regelmäßig mit neuen Entwicklungen, konkreten Anwendungen, Chancen, aber auch Grenzen beschäftigen.
Der zweite Schwerpunkt wird das Thema „Qualität in der Marktforschung“ sein. Gerade in Zeiten neuer Erhebungsmethoden, synthetischer Daten, digitaler Respondenten und KI-gestützter Analysen müssen wir uns als Branche verstärkt damit auseinandersetzen, was Qualität in der Marktforschung heute bedeutet und wie wir sie auch zukünftig sicherstellen können. Dazu planen wir gemeinsam mit dem deutschen ADM eine Veranstaltungsreihe. Beide Schwerpunktthemen sollen uns nicht nur punktuell, sondern über die gesamte zweijährige Amtsperiode begleiten.
Trotz dieser Zukunftsthemen sollen aber auch die „klassischen“ Themen der Marktforschung nicht zu kurz kommen. Methodische Fragen, neue Formen der Datenerhebung, Entwicklungen bei Auftraggebern und Instituten oder Best Practices aus unserem täglichen Geschäft werden weiterhin ihren Platz im Programm des VMÖ haben.
Darüber hinaus verstehen wir uns – gemeinsam mit dem VdMI – auch als Interessensvertretung unserer Branche. Dazu gehört der Austausch mit Unternehmen und anderen Organisationen ebenso wie die internationale Vernetzung und die Vertretung der österreichischen Marktforschung gegenüber den internationalen Branchenverbänden.
Ein aktiver Verband lebt aber nicht nur von seinem Vorstand. Deshalb möchte ich alle Mitglieder ausdrücklich einladen, Themen und Ideen an uns heranzutragen. Welche Entwicklungen sollten wir aufgreifen? Wo besteht Informations- oder Diskussionsbedarf? Welche Themen beschäftigen Sie in Ihrer täglichen Arbeit? Und natürlich können Sie sich auch mit konkreten Fragen an uns wenden, bei denen wir als Verband unterstützen oder Kontakte herstellen können.
Der VMÖ soll ein aktiver Verband sein, der die Anliegen seiner Mitglieder aufgreift, aktuelle Entwicklungen frühzeitig thematisiert und dort weiterhilft, wo Unterstützung gefragt ist.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre, auf viele interessante Veranstaltungen, spannende Diskussionen und vor allem auf den persönlichen Austausch mit Ihnen.
MMag.Robert Sobotka,MBA
Vorsitzender des VMÖ







