Dr. Jasmin Brummer von Data Labs (CH) gab in ihrer Keynote vor der Podiumsdiskussion mit rund 40 Teilnehmern spannende Einblicke über Digital Twins und zeigte auf, welches Potenzial diese Technologie für die Markt- und Meinungsforschung bietet.
Ein Digital Twin ist ein digitales Abbild einer realen Person, das auf Basis von Daten modelliert und laufend weiterentwickelt werden kann. Durch die Kombination unterschiedlicher Datenquellen und moderner KI-Technologien entstehen Modelle, mit denen sich Verhaltensweisen und mögliche Entwicklungen simulieren lassen.
Für die Marktforschung eröffnet dieser Ansatz interessante neue Möglichkeiten: Statt ausschließlich vergangenes oder aktuelles Verhalten zu analysieren, können mithilfe digitaler Zwillinge auch Szenarien durchgespielt und mögliche Reaktionen von Zielgruppen simuliert werden. Dies könnte beispielsweise bei der Produktentwicklung, der Optimierung von Kommunikationsmaßnahmen oder der Analyse von Konsumentenentscheidungen eingesetzt werden.
Gleichzeitig machte die Keynote deutlich, dass der Einsatz von Digital Twins mit wichtigen Herausforderungen verbunden ist. Datenqualität, Validierung und Repräsentativität sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass die Ergebnisse belastbar sind. Auch Fragen des Datenschutzes, der Transparenz und des verantwortungsvollen Einsatzes von KI spielen eine wesentliche Rolle.
Die Diskussion zeigte damit eindrucksvoll, wie sich die Marktforschung durch KI und datenbasierte Simulationen weiterentwickeln könnte – und dass Digital Twins künftig eine interessante Ergänzung zu klassischen Forschungsmethoden darstellen können.
Vielen Dank an Alexander Zeh (IPSOS) und an Michael Nitsche (Gallup Institut) für den Beitrag zur Diskussion und an Robert Sobotka für die Moderation.







