VMÖ Online Experten-Diskussion zum Thema „Qualität in der Marktforschung“

Der VMÖ Verband der Marktforscher Österreichs erörterte in einem offenen Brainstorming mit internationalen Experten das Thema „Qualität in der Marktforschung“. Die Kernaussagen waren: Transparenz wird in der Branche als Grundvoraussetzung gesehen. Für eine angemessene Methodenvielfalt je nach Fragestellung soll auch weiterhin Raum vorhanden sein. Diese Ergebnisse werden als Grundlage für künftige Maßnahmen des Verbandes dienen.

Der VMÖ lud unter dem provokanten Titel „Bermudadreieck der Studienqualität: Medien, Politik und Meinungsforschung zu einer Online-Diskussionsrunde ein. Dabei wurde in einem offenen Brainstorming anlassbezogen das Thema „Qualität in der Marktforschung” erörtert.

Als Impulsgeber für die Diskussion diente ein Interview mit drei internationalen Experten von ESOMAR (European Society for Opinion and Market Research).

Es geht immer um Transparenz

“Richtlinien und Standards sind sehr wichtig – global und regional. Grundsätzlich geht es dabei immer um Transparenz”, erklärte Mitglied des ESOMAR Professional Standards Committee Kathy Frankovic. Mit über 30 Jahren Erfahrung ist sie eine Expertin für Wahlforschung und eine der Architekten der globalen Richtlinien der Branche.

„Die Brücke zum öffentlichen Sektor und den Medien zu schlagen“, nennt Frankovic als wichtigen Punkt. In erster Linie soll man das Bewusstsein für die notwendige Transparenz schärfen. Die globale Entwicklung zeigt, dass es in vielen Ländern vermehrt Freiheiten und weniger Regularien gibt. Umso wichtiger ist es, dass es anerkannte Organisationen gibt, die ihren Mitgliedern ein stringentes Regelwerk mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung zur Verfügung stellen. „Letztendlich führt dies dazu, dass Auftraggeber und Leser von Studienergebnissen, sich dadurch auf die Qualität in der Marktforschungsbranche verlassen können“, so Frankovic weiter.

Raum für angemessene Methodenvielfalt

Im Anschluss folgte eine angeregte Diskussion unter den VMÖ Mitgliedern. Die prominent besetzte Runde spannte den Bogen von der grundsätzlichen Thematik der Sonntagsfrage bis hin zum allgemeinen Design von Marktforschungsstudien.

Die Quintessenz aus der Diskussion: Es gibt ein starkes Commitment in der Branche zu Transparenz bei gleichzeitigem Raum für eine der Fragestellung angemessenen Methodenvielfalt.

„Qualität in der Marktforschung wird den Verband auch im Jahr 2022 begleiten. Die Ergebnisse aus den Diskussionen werden sich in künftigen Maßnahmen manifestieren.“ so lautet das Resümee dieser Diskussionsrunde von Alice Flamant, Vorstandsvorsitzende des VMÖ.

 

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