Der diesjährige ESOMAR Congress in Valencia hat für mich vor allem drei Themen hervorgehoben: Datenqualität, AI und die Frage, wie sich die Rolle von Research in den kommenden Jahren verändert.
Datenqualität war dabei erneut sehr präsent. Als Teil der Global Data Quality Initiative war es für mich besonders spannend zu sehen, wie stark das Thema mittlerweile in der gesamten Branche angekommen ist. Aktuelle Ergebnisse zeigen unter anderem, dass 76 % der Auftraggeber Datenqualität als eigene oder gemeinsame Verantwortung von Auftraggebern und Anbietern sehen. Gleichzeitig haben bereits 45 % einen Anbieter aufgrund schlechter Datenqualität gewechselt. Das zeigt sehr deutlich, dass es längst nicht mehr nur ein technisches Thema ist, sondern direkten Einfluss auf Vertrauen hat.
Auch beim Thema Fraud Prevention wurde deutlich, dass es nicht den einen Check gibt, der alle Probleme erkennt. Unterschiedliche Methoden finden unterschiedliche Auffälligkeiten. Entscheidend ist daher die Kombination verschiedener Signale und Qualitätsmaßnahmen.
AI war natürlich ebenfalls allgegenwärtig. Interessant war für mich vor allem die Frage, welche Aufgaben künftig automatisiert werden und wo menschliche Bewertung weiterhin entscheidend bleibt. Für die Marktforschung bedeutet das aus meiner Sicht: weniger manuelle Arbeit, dafür mehr Fokus auf Steuerung, Interpretation und die Qualität der Ergebnisse.
Mein Eindruck aus Valencia: Unsere Branche entwickelt sich technologisch sehr schnell weiter. Gleichzeitig werden Datenqualität, Transparenz und Vertrauen dadurch nicht weniger, sondern noch wichtiger.







