Am 19. November trafen sich 56 Teilnehmer zum virtuellen VMÖ Workshop mit Dr. Axel Theobald, ROGATOR AG Deutschland. Er teilte mit uns sein Wissen zur modernen Fragebogengestaltung in Zeiten knapper Teilnehmerressourcen.

Zu Beginn ging es um die Frage, ob es den „besten Fragebogen“ und die „besten Skalen“ gibt: Die klare Antwort lautet nein. Ein gut konzipierter Fragebogen kann allerdings die Antwortqualität erhöhen. Es bewähren sich klassische, klare Fragebögen, mit wenig Text und klarer Dramaturgie. Während der Fragebogenerstellung sollte die Forschungsfrage im Vordergrund stehen.

Anhand von reellen Negativbeispielen zeigte er klassische Fehler auf: zu viele Items, zu viel Text, zu viele Füllfragen, zu viele verschiedene Skalen oder eine unübersichtliche Aufmachung.

Die Befragungsziele stehen im Mittelpunkt. Der Fragebogen benötigt eine nachvollziehbare Struktur, sollte abwechslungsreich sein und einen effizienten Umfang haben. Werden all diese Punkte berücksichtigt, hat dies eine positive Motivationswirkung auf die Befragten. Auch die restliche Befragungsdauer sollte klar ersichtlich sein.

Die Gestaltungshinweise von „Mobile First“, zum Beispiel die inhaltliche Optimierung (wenig Matrixfragen, wenig offene Fragen) oder die technische Optimierung helfen auch bei Desktop Befragungen und sollten dementsprechend angewendet werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es nicht DIE allgemein glücklich machende Methode gibt, die immer funktioniert. Es sollten ausreichend Arbeit und Mühe in die Erstellung des Fragebogendesigns und in die Dramaturgie gesteckt werden. Die Teilnehmer sind nach wie vor auskunftsbereit. Sie wollen ihre Zeit bei der Befragung sinnvoll nutzen und motiviert werden.

Vortragender: Dr. Axel Theobald ist Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung bei der ROGATOR AG in Nürnberg. Er ist Buchautor und beschäftigt sich als einer der deutschen Pioniere der Online-Marktforschung seit über 20 Jahren mit der Gestaltung von Online-Fragebögen.

Kontakt: www.rogator.de

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