Am 14. März 2019 trafen sich Österreichs Markt- und Meinungsforscher an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien um über das Thema Innovationen und deren Auswirkung auf die Markt- und Meinungsforschung zu diskutieren. Der Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ) lud zu diesem Thema mit Prof. Holger Lütters (HTW Berlin) und Prof. Tino Meitz (Universität Jena) zwei international renommierte Speaker ein, die sich sowohl im universitären als auch im praktischen Forschungsumfeld bewegen. Die Vorträge und die anschließende Diskussion zeigten viele interessante Zukunftsaspekte und Ansatzpunkte für die Branche auf.

In seinem Eingangsstatement versuchte Gastgeber Prof Dr. Dieter Scharitzer, Leiter der WU Executive Academy, die Vielfalt des Begriffes „Innovation“ einzugrenzen und betonte die Bedeutung der Universitäten am Forschungsprozess. Wichtig ist dabei das Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis.

Anschließend stellte der Medienpsychologe Prof. Dr. Tino Meitz sein Referat unter das Motto „Innovationen aus Sicht der Methode – Eine Rückbesinnung“.  Der gebürtige Salzburger mit langjährigen internationalen Lehr- und Forschungseinsätzen an zahlreichen Universitäten zeigte anhand von kritischen Beispielen aus seinem Fachbereich, wie technikgetriebene Forschungsansätze oft zu nicht nachvollziehbaren Ergebnissen führen. Unter dem Motto „Bescheidenheit“ rief er die Marktforscher zur Rückbesinnung auf: Gute Forschung braucht Zeit, um fundierte und validierte Ergebnisse zu liefern. Der Schwerpunkt sollte auf Insights für strategische Entscheidungen liegen und nicht als Rechtfertigung für kurzfristige operative Entscheidungen dienen.

Einen technischen Ansatz zum Thema „Innovation“ verfolgt Prof. Holger Lütters von der HTW Berlin. Mit seinem Referat zum Thema „Digitalisierung in der Marktforschung – Veränderung und Chancen durch Einsatz innovativer Technologien“ zeigte er den State-of-the-Art zum Einsatz von Spracherkennung. Diese Technologie bietet vor allem bei offenen Fragestellungen in Befragungen neue vielversprechende Möglichkeiten. Die Forschung zu dieser Methode ist jedoch aus seiner Sicht noch in der Anfangsphase.

„Eine hochinteressante und topaktuelle Veranstaltung. Sicherlich das Event-Highlight in der Markt- und Meinungsforschungsbranche in diesem Jahr“: Mit diesen Worten zog Robert Sobotka, Organisator des Events und Vorsitzender des VMÖ, eine positive Bilanz zu dieser gelungenen Veranstaltung.

 

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