05.05.2017 – Der VMÖ Verband der Marktforscher Österreichs organisierte gestern eine Veranstaltung zum Thema Virtual Reality und 360° Videos im Studio 67 in Wien. Vortragender war Journalist und Virtual Reality Experte von IntoVR Martin Heller.

Résumé vom VMÖ-Vorstandsvorsitzenden MMag. Robert Sobotka: „Ich sehe ein großes Potential in der Technologie: Es ist nun die Aufgabe der Marktforschung, aus den gewonnenen Informationen neue Ideen zu entwickeln“.

 

 

Nach der Eröffnung durch MMag. Robert Sobotka präsentierte der Vortragende Martin Heller zuerst den Unterschied zwischen Virtual Reality und 360° Videos: Mit 360° Videos „reisen“ Nutzer an reale Orte und bei Virtual Reality (VR) gelangen sie in von Computern erschaffene Umgebungen. In beiden Fällen ist das Ziel, Menschen „in andere Welten zu teleportieren“, so Heller. Um in die fremde Welt eintauchen zu können, benötigen die Anwender eine High-end-Brille. Je nach Technologie können sich die Nutzer durch Kopfbewegungen in der virtuellen Umgebung umsehen und sich tatsächlich im Raum bewegen.

 

360° Videos können auch ohne VR-Brille am Smartphone gesehen werden und sind daher für Kunden leichter zugänglich. Wer ein 360° Video aufnimmt, sollte sich die Frage stellen: „Welche Rolle nimmt mein Kunde im Film ein?“ Die Kameraperspektive entspricht später der Sicht, von der aus der Anwender den Film sieht. Auf Facebook kommen kurze und aktuelle Videos deutlich besser bei Nutzern an, als preisgekrönte, aufwändige 5-Minuten Filme.

 

Anwendungsmöglichkeiten für Virtual Reality gibt es viele: z.B. der „Car-Configurator“ im Automobilbereich, wo der Kunde bei der virtuellen Besichtigung sein Auto selbst konfigurieren und auch ins Innere des Wagens sehen kann. Die Programmierung solcher Projekte stellt oft hohe Kosten dar und diese können zwischen € 300.000 und € 1,2 Millionen liegen.

 

Robert Sobotka bringt als Beispiel eine Studie, welche in Zusammenarbeit mit der GfK durchgeführt wurde, bei der ein neues Scheinwerfersystem getestet wurde. Durch die Verwendung von VR konnten Kosten gespart werden, da ein Prototyp wesentlich teurer gewesen wäre.

 

Am Ende der Veranstaltung präsentierte Andrea Fronaschütz eine Studie des Gallup Instituts, bei der das Bild von Virtual Reality in Österreich untersucht wurde. Insgesamt kennen mehr als die Hälfte der Österreicher Virtual Reality (53%). Der Wert liegt nur knapp hinter Deutschland. Architektur, Medizin und Ausbildung werden insgesamt sehr positiv mit VR verbunden. Gaming ist vor allem beim jungen Publikum akzeptiert. Negative Themen und kommerzielle Anwendung werden eher abgelehnt. Insgesamt liegen Einstellungen zwischen großer Skepsis und Faszination. Wichtig ist es daher, dass sensibel mit der Technologie umgegangen wird.

 

Link zur Webseite von Martin Heller: intovr.de/martin-heller

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